Mein Antrag auf Satzungsänderung

Executive Summary: Satzungsänderung um die virtuelle Teilnahme an Bundesvorstandssitzungen zu ermöglichen.

Erklärung in Bildern mit einem erfundenen Bundesvorstandsmitglied namens Paul

Am 15.09.2018 findet in Augsburg die Delegiertenversammlung der Wirtschaftsjunioren Deutschland statt. Um die Arbeit im Bundesvorstand zu erleichtern und uns als Verband schlagfertiger und agiler zu machen, habe ich eine Änderung zu unserer Satzung eingereicht. Diese Änderung besteht aus zwei Worten: „oder“ und „virtuell“.

 

Der Antrag im Wortlaut:

Die Delegiertenversammlung beschließt, § 6 Abs. 8 der Satzung wie folgt zu ändern: 

Die Mitglieder des Bundesvorstands nehmen persönlich oder virtuell an den Sitzungen teil. Der Vorstand kann sich mit einfacher Mehrheit seiner Stimmen eine Geschäftsordnung geben, die mit gleicher Stimmenmehrheit abgeändert werden kann. In ihr sollen Einzelheiten für die Arbeitsweise, die Sitzungen und Beschlussfassungen des Bundesvorstands geregelt werden. Die Geschäftsordnung kann durch jeden Juniorenkreis bei der Bundesgeschäftsstelle eingesehen werden.

Meine Begründung hierzu:

Wir predigen beim Thema Digitalisierung Wein und trinken Wasser (nein das ist kein Schreibfehler). Wir als der Bundesvorstand eines modernen Wirtschaftsverbandes sind dermaßen analog unterwegs, dass man sich manchmal wundert ob Umlaufbeschlüsse nicht noch per Fax laufen müssten.

Kurzum: Ich möchte verhindern, dass die Stimme eines Bundesvorstandsmitgliedes verfällt wenn die- oder derjenige aus dringenden Gründen verhindert ist zur Bundesvorstandssitzung zu reisen.

Sicherlich sollte die virtuelle Teilnahme keine Regel sondern die Ausnahme sein, da im Rahmen einer Sitzung auch immer viel Austausch stattfindet.

Des Weiteren wäre das Ganze natürlich praktisch um unsere Schlagfertigkeit als Verband zu erhöhen und damit mehr Relevanz zu schaffen. So würde nämlich eine außerordentliche Bundesvorstandssitzung per Telefon- oder Videokonferenz ermöglicht, in der wir aus gegebenem Anlass und zu eiligen Themen schnell Entscheidungen treffen können, die dann auch entsprechend legitimiert sind.

Auch hier sollte die virtuelle Sitzung nicht die Regel sein, aber den Austausch in dringenden Fällen a) ermöglichen und uns b) entscheidungsfähig machen.

FAQ:

Mich hat per Email schon die ein oder andere Frage hierzu erreicht, damit ich darauf gebündelt, öffentlich und strukturiert eingehen kann sind/ist hier die Antwort(en) auf die häufigste(n) Frage(n):

Frage: Ja, aber moment mal! Muss das nicht viel genauer geregelt sein? Immerhin geht es hier um eine Satzungsänderung und das muss doch juristisch Hand und Fuß haben.

Antwort: Richtig, das muss Hand und Fuß haben. Die Satzungsänderung oder -ergänzung um die zwei Wörter „oder“ und „virtuell“ ist bewusst sehr einfach und auch etwas offen gehalten. Warum ist das so? Wir schaffen mit der Satzungsänderung erst einmal überhaupt die Legitimation für das Vorhaben. Die genaue Vorgehensweise und auch die technischen Anforderungen werden dann in der Geschäftsordnung entsprechend hinterlegt. Hierzu gibt es im Vorstand eine Taskforce, die sich Digitalisierungsthemen anschaut und Experten aus dem Verband befragt und Best Practice Beispiele zusammenträgt.