Online-Video – 5 beachtenswerte Punkte

Bild von: (flickr) makelessnoise (CC BY 2.0)

tl;dr:

  • Zugänglichkeit – Unterwegs im Bus, Auf dem Klo usw.
  • Qualität – Genug verwackelte Videos von Katzenbabys, der Trend geht hin zur Qualität
  • Engagement – 15-20 Sekunden Zeit um den Betrachter zu beeindrucken, einzufangen – kennt Ihr selber
  • Inhalt – Kommt wie Marketing daher, kein echter Mehrwert für den Betrachter, Authentizität
  • Findbarkeit – Tolle Videos, die auf Firmenwebseiten versauern – Teilen, Liken, Vimeo, YouTube nutzen, bekannt machen

Zugänglichkeit

Wenn man so beobachtet oder nachfragt in welcher Umgebung Online-Video konsumiert wird fällt einem Eines schnell auf: Überall. Im Stadtbus, in der Bahn, im Straßencafe, daheim, unterwegs, auf dem Klo, am Laptop, am iPad, am Android Tablet, am internetfähigen Fernseher usw. usf.

Online-Video muss auf zig Plattformen funktionieren, ohne viel Getue ansehbar sein. Technische Hürden aus dem Weg schaffen, YouTube, Vimeo oder andere Portale nutzen.

Qualität

Verwackelte Videos haben wir inzwischen alle genug gesehen, Es muss keine Kinoproduktion sein aber mit einer anständigen Kamera und dem entsprechenden Know How und Übung kriegt man auch mit niedrigen Budgets anständige Filmchen hin.

Engagement

Dass ein Onlinevideo nicht länger als eine Minute sein soll (Ausnahmen bestätigen die Regel, Tutorials, Edu-Content usw.) hat sich inzwischen rumgesprochen. Noch viel wichtiger ist aber die Aufmerksamkeit des Betrachters zu fesseln und dafür hat man je nach Betrachter zwischen 15 bis 20 Sekunden Zeit. So mancher Betrachter steigt also bei einem vor den Clip gedengelten Vorspann gerne mal schon aus. Hier hilft es, sich selber mal eine Weile zu beobachten. Welche Videos sehe ich mir an, warum sehe ich sie mir an…

Inhalt

Katzenbabys ziehen immer! Naja. Zur Ablenkung am Schreibtisch guckt man sich sicher noch das ein oder andere Video an, aber Branding, Engagement und eine Werbebotschaft kriegt man mit Katzenbabys halt nicht transportiert.

Content ist King – ja, ja, gähn. Wenn der Inhalt eueres Films zu werbelastig daher kommt, zu marktschreierisch, zu superlativistisch, zu wenig Mehrwert für den Betrachter mitbringt, zu wenig Authentizität demonstriert, dann nicht wundern, wenn die Zuschauerzahlen sich auf die Hardcore-Marken-Fans beschränken. Authentizität bedeutet aber nicht Scheißproduktion, Authentizität bedeutet anständig produziert und menschlich. Man möchte gerne mal die neuen Azubis im Video sehen, die neue Druckmaschine werkeln sehen, Produktionsschritte gezeigt bekommen.

Gefühlt, zumindest kam es mir persönlich immer so vor, ziehen Tutorials und „educational Content“ nicht, dabei ist hier eine Steigerung der „Zuschauerzahlen“ von 2007 auf 2010 um 16% zu verzeichnen. Als Vergleich: Steigerung im Segment Comedy und Humor waren 19% – die Differenz ist geringer als man erwartet oder?

Findbarkeit

Neudeutsch: Discoverability. Was nützt einem das tollste, authentische, kurze, knackige Video, wenn es auf der Firmenhomepage versauert. Reichweiten nutzen heißt da die Devise, YouTube, Vimeo und andere Videoportale nutzen und das Video entsprechend taggen und die Beschreibung aussagekräftig aber nicht dröge formulieren. Alle Onlinekanäle nutzen, Liken, Sharen, Twittern, app.net-en, Pinteresten… was euch einfällt

Ps.: Fun Fact: 1 von 10 Onlinevideoguckern hat schon mal für ein Video online bezahlt.

Selber nachlesen? Quellen: