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Gedanken zum Wahlkampf – Teil 6

Auf Wunsch eines Infostandbesuchers und weil gerade Zahlen irgendwie schöner sind ein sechster und letzter Teil meiner Gedanken zum Wahlkampf. Vielleicht gibt es nach der Wahl noch eine Nachlese. Schauen wir mal. Also genug Vorgeschwafel:

Ab und zu liest man das Statement „Mit mir im Stadtrat hätte es xy nicht gegeben.“ Was für eine vollmundige Behauptung, was für ein Demokratieverständnis. Ist das nur eine unglückliche Formulierung oder denken manche Kandidaten wirklich so? Politik lebt vom Diskurs, sicherlich kann man sich mit Nachdruck für bestimmte Dinge einsetzen, aber letztendlich sind, so schade wie das mancher zu finden scheint, Beschlüsse im Stadtrat Entscheidungen, die demokratisch von einer Mehrheit (legitimiert durch demokratische Wahlen und proportional das Wahlergebnis abbildend) getroffen werden. Kann man nicht einfach sagen: „Ich hätte mich im Stadtrat für Alternative xy eingesetzt, weil“ oder „Ich hätte aus folgenden Gründen dagegen gestimmt“ – klingt halt nicht so schön martialisch und absolut.

Ps.: Zum Thema Fraktionszwang, gibt es ihn wirklich kommt vielleicht auch noch ein Gedanke? Mal schauen.

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Gedanken zum Wahlkampf – Teil 5

Je näher wir an den Wahltermin rücken, desto erhitzter diskutieren die Kandidatinnen und Kandidaten miteinander, so zumindest mein Eindruck. Gerne und viel wird mit Anschuldigungen hin und her geworfen. Ich fühle mich immer mehr an einen Streit im Sandkasten erinnert. „Der hat mir meine Förmchen weggenommen.“ „Die hat mir vor zwei Wochen meine Sandburg zerstört!“ Hin und her und zunehmend persönlich werdend anstatt in der Sache zu diskutieren.

Ich frage mich: Was nützt das dem Wähler? Stellt der Wähler durch das Mitverfolgen der Diskussion fest dass die Partei xy die schöneren und größeren Förmchen hat?

Lasst uns gerne und viel in der Sache debattieren, aber persönliche Anfeindungen oder Diskussions-„Tricks“ wie Whataboutism oder ähnliches bringen niemanden weiter und nerven sicherlich nicht nur den Wähler.

Ich diskutiere gerne, lange, viel und auch mit Nachdruck – in der Sache, das hat mir ein schönes Lob eines Mit-Bundes-Vorstand-Kollegen bei den Wirtschaftsjunioren eingebracht: „Deine konstruktive Scheissart Dingen nachzugehen, kotzt mich an“.

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Gedanken zum Wahlkampf – Teil 4

Ich glaube Angela Merkel war es, die mal gesagt hat „Man muss die Menschen da abholen, wo Sie stehen.“

In zahlreichen Infostand-, Facebook-, 1:1-Gesprächen stelle ich immer wieder fest, dass eine starke Lücke zwischen dem was politisch umgesetzt wird und dem was davon als Information beim Bürger ankommt klafft. Es wird einiges umgesetzt (fügt bitte gedanklich hier Wahlkampfgetöse a la „Es könnte noch viel mehr gemacht werden !!!111“ ein), aber die Information kommt nicht an.

Klar es gibt die amtlichen Veröffentlichungen als Anzeigen in der Tageszeitung, es gibt die Facebook Seiten der Stadt, es gibt das von der Stadt herausgegebene Stadtmagazin, es gibt schweinfurt.de, aber ich fürchte das Ganze ist ein Flickenteppich an Kommunikationsmaßnahmen.

Ich möchte jetzt nicht meckern oder poltern von wegen es gäbe kein Konzept, ich erkenne vielleicht nur gerade keines und spiegele das wieder was mir in Gesprächen zugetragen wird.

Wir müssen einen Weg finden die Menschen da abzuholen, wo Sie stehen – kommunikativ.