So helfen Ihnen Social Media dabei, Ihren Umsatz zu steigern – 5 einfache Tipps

(Dieser Artikel ist zuerst erschienen auf StartupCoach.de)

Sie wollen Ihren Umsatz über Social Media steigern? Sie wollen wissen, wie Sie noch mehr Menschen zum Kauf bewegen? Schon mit wenigen Änderungen können Sie Ihre Social-Media-Arbeit optimieren und Ihre Konkurrenz hinter sich lassen.

Soziale Netzwerke lassen sich heute aus unserem Leben kaum mehr wegdenken. Da ist es kein Wunder, dass Facebook, Instagram und Co. auch die Orte sind, an denen viele von uns wichtige Kaufentscheidungen treffen. Das Zauberwort lautet: Social Commerce, zu Deutsch: Empfehlungshandel. Darunter versteht man die Weiterentwicklung des E-Commerce, bei dem die Kaufentscheidung der Kunden durch die Empfehlungen anderer Kunden, durch die Interaktion mit diesen anderen Kunden und vor auch mit dem Unternehmen selbst angetrieben wird.

Wenn Sie Ihren Umsatz über diesen Weg stärken wollen, dann brauchen Sie eine solide und aktive Präsenz in den sozialen Netzwerken. Ich habe hier fünf Tipps für Sie, wie das funktioniert.

Ihre Kunden finden

Der erste Schritt zum erfolgreichen Social Commerce: Finden Sie heraus, wo Ihre Kunden am aktivsten sind. Prüfen Sie, wo über Ihre Marke, Ihre Branche, Ihr Produkt bzw. Ihre Dienstleistung und über Ihre Mitbewerber gesprochen wird. Social-Media-Monitoring-Tools helfen Ihnen dabei, potenzielle und bestehende Kunden aufzuspüren und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Verlassen Sie sich nicht darauf, dass Ihre Kunden bzw. die User, die über Ihr Unternehmen sprechen, Sie auch aktiv in die Unterhaltung einbeziehen und direkt ansprechen. Nutzen Sie Monitoring-Tools um solche Konversationen zu finden und auf die Kommentare Ihrer Kunden eingehen zu können. Die Interaktion mit den Kunden hilft dabei, bessere und stärkere Beziehungen aufzubauen.

Das Monitoring sollte sich nicht nur auf Ihr eigenes Unternehmen und Produkt beschränken; verfolgen Sie auch Ihre Branche und die Entwicklungen Ihrer Mitbewerber. So können Sie schnell Trends erkennen und sich entscheiden, wo (soll heißen: auf welcher Plattform) Ihre Zeit und Arbeit am gewinnbringendsten zu investieren ist.

Konzentrieren Sie sich auf die für Sie wichtigen sozialen Netzwerke. Wenn Sie Ihre Arbeit auf zu viele Plattformen verteilen, untergraben Sie damit möglicherweise Ihren eigenen Erfolg. Identifizieren Sie zwei oder drei Plattformen, die die beste Kundenbindung, den besten Kontakt zu Ihrer Zielgruppe und die höchste Konversionsrate bieten, und beginnen Sie dort.

Kaufvorgang vereinfachen

Die meisten Menschen mögen es am liebsten einfach. Wenn Sie den Kaufvorgang einfach gestalten, ist es wahrscheinlicher, dass Ihre Kunden das Produkt oder die Dienstleistung weiterempfehlen. Wenn Ihre Kunden oft klicken und auf Ihrer Seite herumsuchen müssen, bevor Sie etwas kaufen können – dann machen Sie etwas falsch.

Ihre Kaufabwicklung muss möglichst einfach sein. Machen Sie es Ihren Kunden einfach, direkt aus den sozialen Netzwerken auf Ihre Landing Pages zu kommen.

Ihre Texte müssen die Kunden direkt ansprechen, der Call to Action (CTA) muss stark sein. Ihr Content sollte nicht nur zu irgendeiner Aktion führen, sondern die Leute genau dahin bringen, wo sie hinwollen. Unnötige Umleitungen und Verlinkungsfehler schwächen die Effektivität der Klicks aus den sozialen Medien heraus auf Ihre Seite. Machen Sie Ihren Kunden den Kauf vom ersten Klick an so einfach wie möglich.

Starken CTA verwenden

Für Ihre Kunden muss es schnell und einfach gehen. Sie müssen Ihren Kunden klar sagen, was Sie verkaufen und wie sie etwas kaufen können. Das heißt, Ihre Selbstdarstellung muss absolut klar sein. Beginnen Sie mit einem wirksamen Call to Action.

Kunden treffen ihre Kaufentscheidungen oft beim Besuch sozialer Medien wie Pinterest, Instagram und Facebook. Für die Facebook-Seite Ihres Unternehmens können Sie zwischen 11 CTAs wählen. Bei Instagram können Sie zwischen 8 CTAs für Anzeigen mit Fotos oder Videos wählen, etwa „Jetzt bewerben“, „Jetzt buchen“, „Kontaktieren Sie uns“, „Mehr erfahren“ oder „Jetzt kaufen“.

Überlassen Sie Ihren Social-Media-Buttons den Löwenanteil der Arbeit für Ihre Kampagnen, gerade für Mobilgeräte. Unabhängig davon, welchen Social-Media-Kanal Sie wählen, Ihr CTA-Button sollte Ihren Kunden ganz klar durch die Kaufreise führen.

Seiten für Mobilgeräte optimieren

Inzwischen besuchen die meisten Internetuser die Webseiten von einem mobilen Gerät aus, also von einem Tablet oder vom Smartphone aus. Das bedeutet, dass das gesamte Kauferlebnis aus Ihren sozialen Kanälen heraus auch für mobile Geräte einfach und fehlerfrei funktionieren muss. Wer einmal in einem Online-Shop schlechte Erfahrungen gemacht hat – und dazu gehört ein hakeliger Kaufvorgang -, wird in diesem Shop nur ungern wieder einkaufen. Die Erreichbarkeit Ihrer Seite für Mobilgeräte ist also wichtiger denn je.

Prüfen Sie deswegen, wie gut Ihre Seite auf mobilen Endgeräten funktioniert. Einer der wichtigsten Aspekte der Seitenperformance ist die Ladegeschwindigkeit der Seite. Kostenlose Tools wie etwa das PageSpeed-Tool von Google prüfen die Geschwindigkeit Ihrer Seiten und geben Ihnen Hinweise, wo noch etwas verbessert werden kann bzw. muss.

Mit dem Tool können Sie auch testen, wie mobil-freundlich Ihre Website ist. Damit Ihre Seiten von Smartphones genauso gut dargestellt werden können wie auf Desktops müssen Sie Bilder optimieren, HTML, CSS und Java-Skript anpassen. Funktioniert hier alles reibungslos, wird die Website auch auf Smartphones und Tablets perfekt dargestellt, und auch beim Kaufvorgang gibt es keine Probleme.

Kunden zu Bewertungen animieren

Das US-amerikanische Pew Research Center hat herausgefunden, dass 40 % aller volljährigen Konsumenten in den USA immer oder fast immer Online-Bewertungen anderer Kunden lesen, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen.

Soziale Netzwerke bieten die hier die perfekte Möglichkeit zum Aufbau von Kundenbindung und zum Gewinnen neuer Fans. Vergessen Sie nicht, wie wichtig im Social Commerce Kundenbewertungen sind, und wie wichtig es ist, wenn sich Kunden bzw. Fans über Ihr Produkt unterhalten.

Wenn ein Kunde etwas Gutes über Ihr Unternehmen zu sagen hat, wie bringen Sie ihn dazu, das auch auf einer Bewertungs-Seite zu tun? Sie können natürlich darauf warten, dass Ihre Kunden von selbst positive Bewertungen abgeben. Das machen aber bei weitem nicht alle, und es bedarf einiger Überzeugungsarbeit, sie dazu zu bewegen. E-Mails mit Fragen zu der Kauferfahrung funktioniert gut, aber genauso gut hat sich die direkte Kontaktaufnahme mit den Usern in den sozialen Medien bewährt.

Ein Monitoring-Tool für Social Media hilft Ihnen dabei, Erwähnungen Ihres Unternehmens oder Ihrer Marke in den sozialen Netzwerken zu verfolgen. So werden Sie auf negative wie auch positive Kundenerfahrungen mit Ihrem Unternehmen aufmerksam. Bei einer negativen Einstellung muss es Ihr Ziel sein, das Vertrauen der Kunden erneut zu gewinnen. Bei positiven Kommentaren können Sie die User direkt darum bitten, ihre Kommentare auf Bewertungsseiten zu teilen.

Wenn Sie um eine Bewertung bitten, schicken Sie einen Link zu der Seite, auf Sie sich die Bewertung wünschen. Geben Sie Ihren Kunden zu verstehen, dass Sie dafür dankbar sind, wenn diese sich die Zeit nehmen, um über Ihr Unternehmen zu sprechen. Überwachen Sie die Bewertungen und reagieren Sie darauf, vor allem wenn Kunden von einer negativen Erfahrung berichten oder konstruktives Feedback geben.

Erwägen Sie die Möglichkeit, als Dank für detailliertes Feedback einen Rabatt zu vergeben. Falls Ihr Budget dafür nicht ausreicht, bitten Sie die User um Erlaubnis, ihre positiven Bemerkungen über Ihre Social-Media-Kanäle teilen zu dürfen. Die Menschen mögen es, wenn Unternehmen ihre Meinung zur Kenntnis nehmen, und ein geteilter Post kann eine große Wirkung haben.

 

Zusammenfassung

Die Content-Marketing-Website YotPo fand heraus, dass Online-Shops mit einer aktiven Präsenz in den sozialen Medien bis zu 32 % höhere Verkaufszahlen haben als andere Shops.

Ihr Social-Media-Team muss deswegen in der Lage sein, Nachrichten auf allen Plattformen jederzeit so schnell wie möglich zu bearbeiten. Immer noch wird im Durchschnitt nur eine von sechs Kundenanfragen über Social Media von dem jeweiligen Unternehmen beantwortet. Dabei wächst der Wunsch der Kunden nach Antworten über Social Media ständig.

Zusätzlich zu Ihrer aktiven Präsenz in den sozialen Netzwerken können die fünf Tipps in diesem Artikel Ihnen dabei helfen, Ihren Umsatz über Social Media zu steigern.

Haben Sie noch andere Tipps? Wie sind Ihre Erfahrungen mit Social Commerce? Sagen Sie es mir in den Kommentaren!

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Aktzeptanzfaktoren des E-Invoicing

Wie Ihr vielleicht schon wisst bin ich aktuell im Bundesvorstand der Wirtschaftsjunioren im Ressort „Innovationen & Ressourcen“ tätig. Einer meiner Schwerpunkte ist das Thema E-Invoicing. Mein Hauptziel ist es zusammen mit meinem Kooperationspartner dem eco (Verband der Internetwirtschaft) hier auf die Politik einzuwirken und einen verbindlichen Standard durchzusetzen.

Aktuell ist die Lage gesetzlich nämlich eher so: „Joah, so ne Rechnung elektronisch macht schon Sinn und der Inhalt soll sich halt Bitte an der normalen Papier-Rechnung orientieren“.

Merkter selber? Es fehlt die Vorgabe: Es muss ein PDF sein, es muss eine archivfähige, nicht änderbare PDF Variante sein und schick wäre natürlich auch noch wenn alle Daten maschinenlesbar in einem XML Dialekt mit eingebunden wären. Weil die OCR-geschichte (Scan in Text Umwandlung) funktioniert ja eh3r mancHmaL nicht s0 GuT.

Zwei wichtige Punkte sind hier: Rechnung auf Papier bedeutet Baumverschwendung, Rechnung auf Papier bedeutet massiven Buchungsaufwand im Unternehmen (man redet da von bis zu 15€ je nach internem Buchungsaufwand).

Also, die Faktoren sind: Baum sparen, Geld sparen, Arbeit erleichtern.

Der eco, besonders Meike Schumacher und federführend Georg Rainer Hofmann, hat hier eine spannende Studie gemacht, die ich euch gerne verlinke. Am Rande war ich auch mit eingebunden, dafür vielen Dank an eco!

Auf der Bundesvorstandssitzung habe ich den aktuellen Stand kurz vorgestellt und symbolisch die Studie an den Bundesvorsitzenden der Wirtschaftsjunioren Alexander Kulitz übergeben.

Als nächstes steht an, dass wir über das Mitgliedermagazin der Wirtschaftsjunioren das Thema behandeln und über die Mitgliederbefragung auch Feedback von unseren Mitgliedern einholen. Eine spannende, runde Sache.

Hier der Link zur eco Studie: https://e-commerce.eco.de/wp-content/blogs.dir/17/files/20171130_eco_akzeptanzstudie_e-invoicing.pdf

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Spionage und Ehrenamt, wie hängt das zusammen?

 

Der Kohl wieder… Haut eine kontrovers klingende Überschrift raus und hofft auf Blogleser. Haltet kurz durch, ich erkläre euch mal wie mein Gedankengang ist. Beim CIA gibt es die Theorie, dass Menschen sich deshalb zum Spion rekrutieren lassen, weil sie einer bestimmten Logik bzw. bestimmten Verhaltensmustern oder einer bestimmten Persönlichkeitsstruktur erliegen.

Der CIA wäre nich der CIA, wenn sie dafür nicht ein militärisch knackiges Akronym hätten.

MICE – Das steht für Money, Ideology, Conscience, Ego.

Also Geld, Ideologie, Gewissen, Ego.

Ich erkläre kurz die Begrifflichkeiten aus Geheimdienst-Sicht und schlage dann die Brücke zum Ehrenamt. Ich glaube nämlich, dass sich mit dem Akronym auch die Motivation erklären lässt im Ehrenamt tätig zu werden.

Money: Logisch, Du kriegst Geld wir kriegen Geheimnisse.

Ideology: Oder der Verlust der Ideologie. Wenn Du als Mitarbeiter in einer Verwaltung, in Kontakt mit geheimen Unterlagen, einfach vollkommen desillusioniert bist, dann bist Du auch für Rekrutierung zugänglicher. Oder man teilt von vorneherein gar nicht das Weltbild des Systems in dem man tätig ist.

Conscience: Einen Spion der aus seinem Gewissen motiviert heraus handelt sollte man genauer unter Beobachtung haben. Zum einen kann er aus seinem eigenen schlechten Gewissen motiviert sein und dann zur Überzeugung gelangen, dass seine „Sünden“ nach einem gewissen Zeitraum abgegolten sind. Und mal ehrlich, was hat man als Geheimdienst gekonnt wenn der mit hohem Aufwand Rekrutierte seine Weltanschauung ändert? Zum anderen könnte er durch die Verfehlungen des Systems in dem er „ein Rädchen im Getriebe“ ist motiviert sein. Das sorgt natürlich für nachhaltigere Motivation.

Ego: Der Spion der durch Ego motiviert ist kann ein Segen oder ein Fluch sein. Wenn man immer schön das Ego des Rekrutierten streichelt dann hat man einen Spion fürs Leben, leider darf man nie aufhören das Ego in luftige Höhen zu erheben – dann lässt die Motivation sofort nach. Im umgekehrten Fall, ein potenzieller Spion wird von seinem Umfeld künstlich klein gehalten. Auch hier hat man einen schönen Ansatzpunkt.

Und wie kriege ich jetzt die Brücke zum Ehrenamt? Schauen wir uns doch nochmal die Punkte genau an.

Money: Im Ehrenamt verdient man kein Geld, sonst würde es ja nicht Ehrenamt heißen. Im Ehrenamt ist man für Ruhm und Ehre tätig (FAME!). Je nach sozialem Umfeld ist das auch eine Währung. Anders motiviert kann man auch sein, weil man sich durch ein exponiertes Amt mit Außenwirkung erhofft seine Person besser vermarkten zu können. Bessere Vermarktung = mehr Geld.

Ideology: Das erklärt sich eigentlich von selbst. Bei vielen, wenn nicht bei allen Ehrenamtlern spielt das Weltbild eine entscheidende, wenn nicht die entscheidende Rolle. Es passt in das Weltbild und vor allem auch in das Selbstbild des Ehrenamtlers, die Welt ein Stückchen zu verbessern.

Conscience: Ob es so viele Ehrenamtler gibt, die Selbstkasteiung durch Ehrenamt machen, sei dahin gestellt, aber auch für viele ist es eine Gewissensfrage sich ehrenamtlich zu engagieren.

Ego: Ich hatte bei Weltbild kurz die Thematik Selbstbild angeschnitten und bei Money die bessere Vermarktung. Zum einen kann man im Ehrenamt natürlich super seine Persönlichkeit entwickeln, durch öffentliches Reden, durch sich ausprobieren in Führungspositionen, durch Projektarbeit, durch Konfliktmanagement, aber man kann eben auch seine Person wunderbar ausleben. Rampensau oder Fadenzieher-im-Hintergrund, einen ehrenamtlichen Tätigkeitsbereich findet jeder Typus.

Ist das jetzt ein allumfassendes Motivationsmodell zum ehrenamtlichen Engagement? Nein, aber es ist ein Denkanstoß, um sich in seinem ehrenamtlichen Umfeld anzusehen welche Typen dort unterwegs sind und vor allem wie sie motiviert und angetrieben sind. So bringt man vielleicht alle effektiv und effizient unter einen Hut und kann Reibungsverluste vermeiden.

Wie bist Du motiviert?

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