Ausschnitt aus dem Social Media Manager (IHK) – Wie kommt Shareability / Teilbarkeit zustande?

Warum teilen wir Inhalte? Eine schöne Frage mit der sich Jonah Berger (Professor an der University of Pennsylvania) wissenschaftlich beschäftigt hat und auch direkt ein Buch dazu verfasst hat.

Gleich erschließt sich auch warum ich als Beitragsbild für diesen Blogartikel eine Treppe genommen habe. Achtung…

Der Herr Berger hat ein schönes Akronym zur Erklärung der Teilbarkeit erfunden. Nämlich: STEPPS also englisch für Stufen mit einem P zu viel.

Die Buchstaben stehen für:

  • S – Social Currency
  • T – Triggers
  • E – Emotion
  • P – Public
  • P – Practical Value
  • S – Stories

Social Currency: Wörtlich übersetzt „Soziale Währung“. Wir teilen Inhalte, die uns gut aussehen lassen. Der neue heiße Scheiß, das neueste Ding, spannende Videos, lustige Bilder. Wir versuchen gut dazustehen.

Triggers: Wörtlich übersetzt: „Auslöser“. Auslöser sind zum einen für uns logische Verknüpfungen, Bratwurst und Brötchen, Bratwurst und Senf oder Ketchup (bäh). Zum anderen sind Auslöser für uns Einflüsse von außen. Mars hat mehr Schokoriegel verkauft, als die Pathfinder Mission der Nasa lief. Der Musik „Hit“ Friday von Rebecca Black wird Freitags am häufigsten gehört.

Emotion: Braucht man nicht übersetzen… Das schöne Bonmot: „When we care we share“, spielt genau in diese Richtung. Wenn uns etwas am Herzen liegt, dann teilen wir die Inhalte. Und das Teilen ist hier durchaus wörtlich zu nehmen. Wir reden darüber, wir geben ein Stück unserer Lieblingsschokolade ab und sagen „Das musst Du probieren!“

Public: Wörtlich übersetzt: Öffentlich. Öffentlich bezieht sich hier auf die tatsächliche Anwendung eines Produktes, sehen andere dass ich Teil der Gruppe bin? Ein Grund warum Marken Ihre Logos auf Klamotten drucken ist: Der Träger signalisiert er „ist Teil“ von was auch immer. Die Ice Bucket Challenge war ein schönes Beispiel für den Punkt Public (und die anderen aus den STEPPS).

Practical Value: Wörtlich übersetzt: „Praktischer Nutzen“. Das erklärt sich von selbst. Was meint Ihr warum sogenannte „Life Hacks“, auch wenn Sie teilweise der größe Bullshit sind, so schön geteilt werden? „DAS MUSST DU SEHEN, das ist so praktisch!11!11elf“.

Stories: Wörtlich übersetzt: „Geschichten“. Es gibt da in New York so einen Hot Dog Laden, da gibt es wirklich sehr leckere Hot Dogs. Der Laden heißt: „Please don’t tell“. In dem Laden steht eine Kabine, in dieser Kabine ist ein Münzfernsprecher. Na? Fragt Ihr euch schon warum ich das erzähle? Ganz einfach: Wenn man den Hörer abnimmt und eine Nummer wählt, hebt die Gegenstelle ab und fragt nur ob man reserviert hat. Dann geht eine geheime Tür auf und man steht mitten in einer Bar. Das ganze Setup stammt aus der Zeit der Prohibition in den USA. Eine wunderbare Geschichte, unterstützt mit dem wunderbaren Namen des Etablissements. Und damit wäre auch erklärt: Geschichten verbreiten sich.