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Gedanken zum Wahlkampf – Teil 5

Je näher wir an den Wahltermin rücken, desto erhitzter diskutieren die Kandidatinnen und Kandidaten miteinander, so zumindest mein Eindruck. Gerne und viel wird mit Anschuldigungen hin und her geworfen. Ich fühle mich immer mehr an einen Streit im Sandkasten erinnert. „Der hat mir meine Förmchen weggenommen.“ „Die hat mir vor zwei Wochen meine Sandburg zerstört!“ Hin und her und zunehmend persönlich werdend anstatt in der Sache zu diskutieren.

Ich frage mich: Was nützt das dem Wähler? Stellt der Wähler durch das Mitverfolgen der Diskussion fest dass die Partei xy die schöneren und größeren Förmchen hat?

Lasst uns gerne und viel in der Sache debattieren, aber persönliche Anfeindungen oder Diskussions-„Tricks“ wie Whataboutism oder ähnliches bringen niemanden weiter und nerven sicherlich nicht nur den Wähler.

Ich diskutiere gerne, lange, viel und auch mit Nachdruck – in der Sache, das hat mir ein schönes Lob eines Mit-Bundes-Vorstand-Kollegen bei den Wirtschaftsjunioren eingebracht: „Deine konstruktive Scheissart Dingen nachzugehen, kotzt mich an“.

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Gedanken zum Wahlkampf – Teil 4

Ich glaube Angela Merkel war es, die mal gesagt hat „Man muss die Menschen da abholen, wo Sie stehen.“

In zahlreichen Infostand-, Facebook-, 1:1-Gesprächen stelle ich immer wieder fest, dass eine starke Lücke zwischen dem was politisch umgesetzt wird und dem was davon als Information beim Bürger ankommt klafft. Es wird einiges umgesetzt (fügt bitte gedanklich hier Wahlkampfgetöse a la „Es könnte noch viel mehr gemacht werden !!!111“ ein), aber die Information kommt nicht an.

Klar es gibt die amtlichen Veröffentlichungen als Anzeigen in der Tageszeitung, es gibt die Facebook Seiten der Stadt, es gibt das von der Stadt herausgegebene Stadtmagazin, es gibt schweinfurt.de, aber ich fürchte das Ganze ist ein Flickenteppich an Kommunikationsmaßnahmen.

Ich möchte jetzt nicht meckern oder poltern von wegen es gäbe kein Konzept, ich erkenne vielleicht nur gerade keines und spiegele das wieder was mir in Gesprächen zugetragen wird.

Wir müssen einen Weg finden die Menschen da abzuholen, wo Sie stehen – kommunikativ.

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Gedanken zum Wahlkampf – Teil 3

Bla bla, Gedanken los werden, ins Internetz schreiben, die Einleitung kennt Ihr von Teil 1 und Teil 2: Mir stellt sich bei der Beobachtung der fleißigen Wahlkampfaktivitäten aus allen Ecken und Richtungen die Frage: Wie wird denn mit den leisen Stimmen umgegangen.

Wie holen wir denn die Leute ab, die nicht auf Facebook in zigfach verschachtelten Kommentarbäumchen mitdiskutieren?

Wie kriegen wir es hin, dass Leute, die meinen ihre Stimme würde eh nicht wahrgenommen werden trotzdem eine Möglichkeit haben, diese eine kleine Stimme wirken zu lassen?

Das Wahlkampfgetöse macht die persönliche Filterblase immer „dichter“, gerade jetzt muss man über diese Filterblase hinausschauen. Wie schaffen wir es in Zukunft mit einfachen, partizipativen Konzepten denen den Mut zu geben sich einzubringen, die aktuell davon ausgehen, dass sie nicht gehört werden? Wie schaffen wir abseits der gängigen Social Media Plattformen eine Möglichkeit zum (on- oder offline) Austausch, zur Diskussion und letztendlich eine Möglichkeit um die Arbeit des zukünftigen Stadtrats von „außen“ mitzugestalten?