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Trollen wie ein Vorgesetzter (Trolling like a boss)

Was erwartet man von einem hochqualitativen Troll? In einem Chatgespräch mit Herrn von Halem (@barockschloss) unterhielt ich mich über den perfekten Troll und das ebenso perfekte Trollopfer.

Unsere komplett wissenschaftlich fundierten Learnings:

Was macht den perfekten Troll aus?

  • Recherche
  • argumentativ schlüssiges trolling und sorgsam geplante Folgeargumente
  • nicht dummdreistes lospaulen sondern virtuose Sprachführung, Jargonbenutzung, er kann als „einer von uns“ bei den zu Betrollenden durchgehen
  • Diskussionsvermutung: der Trollversuch ist nicht auf den ersten Blick als solcher erkennbar, es könnte ein genuiner Diskussionswille zugrunde gelegt werden
  • der Troll kann ohne Mühe sämtliche interpretatorischen Spielräume nutzen und ausspielen

 

Was macht das perfekte Opfer aus?

  • ein gutes Verhältnis zwischen Opfer und Troll bedingt die nicht sofortige Eingeschnapptheit beim Betrollten, sonst ist das Gespräch sofort beendet
  • das Opfer brennt für das Thema und hat schon in der Vergangenheit öfter mal furios argumentiert
  • das Opfer ignoriert Trollversuche nicht sofort sondern geht auch mal darauf ein, weil es Bock auf eine gute Diskussion hat und der Troll Diskussionswilligkeit simuliert (siehe oben)

Was macht den perfekten Troll? Das perfekte Opfer aus? Kommentiert!

Von Florian Kohl

Florian Kohl ist Geschäftsführer beim Revista Verlag in Schweinfurt, Podcaster bei schweinfurtundso.de, Blogger bei floriankohl.de und Partner bei kunkel & kohl. Du erreichst Florian per Email unter fkohl@revista.de