jawbone up up and away

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Nachdem mein FitBit mittlerweile ungenutzt in der Ecke versauert, ich mit der Gamification meines Lebens weiter machen wollte und dabei die diversen Drei-Buchstaben-Schnüffel-Organisationen tatkräftig unterstützen will, habe ich mir ein Jawbone Up zum Testen besorgt.

Was ist das Jawbone Up? Ein Trackinggerät für das Handgelenk mit dem man Schlaf und Bewegung messen kann.

Das Ding trägt sich sehr angenehm am Handgelenk und fällt nach den ersten paar Stunden gar nicht mehr weiter auf. Man muss dazu sagen ich bin kein Uhrenträger und konnte es eigentlich auch noch nie leiden etwas am Handgelenk mit mir herumzuschleppen. Lustigerweise habe ich dann anfangs öfter mal auf das Armband geschaut um festzustellen, dass keine Uhr integriert ist.

Das Jawbone besteht aus medizinischem Silikon, einem im Armband integrierten Bedienungsknopf, ein wenig Elektronik, einer Status-LED, einem Vibrationsmotor und einem Kopfhörerklinkenstecker über das es mit dem iPhone / Android Gerät der Wahl synchronisiert werden kann. Der Kopfhörerstecker dient ebenfalls zum Laden des Armbandes. Der Akku hält angeblich 10 Tage, es sind im Selbstversuch eher so um die 8 Tage.

Den Vibrationsmotor kann man einerseits nutzen um sich zu einer ungefähren Uhrzeit wecken zu lassen. Ein ungefährer Wecker? Total nutzlos! Nein ist er nicht, das Jawbone guckt einem quasi beim Schlafen zu und weckt einen dann zu einem ungefähr definierten Zeitpunkt in einer Schlafphase die kein Tiefschlaf ist. Das führt zwar nicht dazu, dass man förmlich vor Freude aus dem Bett hopst, aber zumindest ist man deutlich entspannter und nicht so „gerupft“, wie wenn man von einem Wecker gnadenlos aus dem Schlaf gerissen wird.

Der zweite Nutzen des Vibrationsmotors ist eine „beweg-deinen-Arsch“-Meldung. Man kann sich bei Untätigkeit (zum Beispiel zwischen 8 und 18 Uhr) in definierbaren Zeitintervallen von einer Vibration zur Bewegung auffordern lassen. Gut bei dem ein oder anderen wären vielleicht Elektroschocks ein probateres Mittel, aber zumindest hat man so konstant mal die Aufforderung vom Schreibtisch aufzustehen und sich zu bewegen.

Neben der Standardweckfunktion beherrscht das Jawbone auch die „Nickerchen“ Funktion, hier betätigt man zweimal kurz einmal lang das Knöpfchen im Armband. Man wird dann nach 27-45 Minuten geweckt, wiederum in einer normalen Schlafphase geweckt. Ich gestehe, diese Funktion habe ich auch schon als Snooze-Knopf missbraucht.

Weiterer Quatsch wie eine Stoppuhr sind ebenfalls integriert.

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Funktionen
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Die Jawbone Up! App für das iPhone ist sehr nett gemacht und kommt auch mit dem ein oder anderen motivierenden Tipp daher, wenn man mal einen Tag hatte mit sehr wenig Bewegung.

Fazit: Kaufempfehlung, man weiss zwar meistens selbst dass man sich zu wenig bewegt aber so ein kurzes Brummen am Arm kann schon durchaus motivierend wirken. Die Weckfunktion finde ich auch genial, ich wache viel fitter auf und falls es auch nur Einbildung ist, es funktioniert.

Was mich etwas stört:

  • Man muss von Wach- zu Schlafphase umstellen: durch einen längeren Drück auf das Knöpfchen. Die LED zeigt dann einen Mond oder eine Sonne an um anzuzeigen in welchen Modus man gewechselt hat. Also vor dem Schlafen nicht vergessen den Modus zu wechseln!
  • Es ist keine Uhr integriert. Wenn man das Jawbone schon immer dran hat könnte man ja auch gleich eine Uhrzeit-Funktion…

Kaufen: Das Jawbone Up gibt’s zum Beispiel bei Amazon.

Ps.: Fun Fact: Meine geheime Superkraft: Ich kann in 4 Minuten einschlafen.

Update: Ziemlich exakt 20 Tage hat das Armband überlebt, dann war der Akku hinüber. Sowas ist genau dann super wenn man sich als Wecker darauf verlässt. Bei Amazon häufen sich inzwischen auch die Beschwerden über diverse Hardware Probleme. Mal sehen was der Ersatz so aushält…

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Von Florian Kohl

Florian Kohl ist Geschäftsführer beim Revista Verlag in Schweinfurt, Podcaster bei schweinfurtundso.de, Blogger bei floriankohl.de und Partner bei kunkel & kohl. Du erreichst Florian per Email unter fkohl@revista.de