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Topfgucker – Benjamin Buhl – Netzvitamine

Im Topfgucker befrage ich in unregelmäßiger Regelmäßigkeit den ein oder anderen Social Media Helden nach seinen persönlichen Tools und Projekten.

Benjamin Buhl - Netzvitamine
Benjamin Buhl – Netzvitamine

Wie heißt Du, Wer bist Du?
Benjamin Buhl

Was ist Deine Job Description, wie schimpft sich Deine Position?
Offiziell: „Senior Consultant“. Zu Deutsch: Wegbegleiter, Unternehmensberater und Querdenker. Nebenbei auch Dozent und Unternehmensinhaber ;)

Wie heißt das Unternehmen für das Du SM machst? Was macht Ihr?
Zusammen mit zwei Partnern habe ich eine Firma in Hamburg. Die netzvitamine GmbH ist eine Beratungsmanufaktur mit den Schwerpunkten Kommunikation – Vertrieb – Technik.

Das geht los mit der Analyse (was ist das Ziel, wer sind die Mitbewerber, was erwartet der Kunde etc.), führt zur Strategie (wie genau kann das Ziel erreicht werden, wo kann dazu wann und wie agiert werden usw.) und dann zur Konzeption (welche Technik wird benötigt, welche Maßnahmen und Produkte zahlen auf die Ziele ein, alleine oder mit Partner, Erfolgskontrolle uvm.). Das heißt, wir sind keine klassische Agentur, sondern begleiten unsere Kunden von der ersten Idee/Herausforderung bis zum Abschluss einer Maßnahme samt Erfolgsauswertung.

Damit die gesamte Produkt- und Wertschöpfungskette abgebildet werden kann, haben wir dazu auch einen großen Werkverbund mit Spezialisten aus den verschiedensten Bereichen, die je nach Aufgabenstellung in den Prozess integriert werden und ihr Fachwissen gezielt und effizient einsetzen.

85% unseres Umsatzes verdienen wir im Tourismus; 10% in der Agrarwirtschaft und den Rest quer durch alle Branchen vor allem mit Vorträgen, Impulsreferaten, Seminaren etc.

Wie viele Leute sind in Deinem (Social Media) Team?
5 direkt, je nach Aufgabenstellung im Werkverbund bis zu 20 Spezialisten parallel immer plus Auftraggeber

Gibt es Social Media Richtlinien für die anderen Mitarbeiter im Unternehmen? Wie umfangreich sind die?
Social Media-Richtlinien und sonstige Guidelines dienen in erster Linie den Chefs oder Agenturen, die diese schreiben und verkaufen. Meistens sagen sie auch nur, was man nicht darf, anstatt was man darf. Das Social Web hat die gleiche Lernkurve wie alles im Leben: wer nicht selbst mal an die heiße Herdplatte fasst, wird nie lernen, wie sich verbrannte Finger anfühlen. Da nützt die Beschreibung des Herdes auch nichts, in der steht, dass man nicht dranfassen soll. Ich versuche den Leuten lieber klar zu machen, dass sie sich einfach überlegen, wem sie das erzählen, was sie da posten und kommentieren. Wenn sie das auch in der U-Bahn oder auf dem Marktplatz rumschreien würden, dann ist es meist kein Geheimnis oder so privat, dass es niemand etwas angeht.

Grundregeln für Unternehmen: Chancen nutzen anstatt Risiko zu suchen und auch einfach mal machen. Nicht alles ist planbar und für alles gibt es Ausnahmen.

Immer passend ist dieses Vorgehen:
1) Ziel(e) definieren
2) Markt und Chancen analysieren
3) Maßnahmen erarbeiten
4) Gas geben

Mehr Richtlinien braucht es nicht.

Wo überall bist Du / seid Ihr vertreten? Facebook, Twitter, Pinterest, StudiVZ?
netzvitamine:

http://www.netzvitamine.de/
https://www.facebook.com/netzvitamine
https://twitter.com/netzvitamine
http://gplus.to/netzvitamine
http://www.youtube.com/netzvitamine
http://www.flickr.com/netzvitamine
https://de.foursquare.com/v/netzvitamine-gmbh–manufaktur-f%C3%BCr-innovation-und-beratung/4c2deb0ae116e21e4a538f60

Benjamin Buhl:
http://www.netzvitamine.de/team/#benjamin-buhl
https://www.facebook.com/benjamin.buhl
http://www.twitter.com/benjaminbuhl
http://gplus.to/benjaminbuhl
https://www.xing.com/profile/Benjamin_Buhl2
http://www.linkedin.com/in/benjaminbuhl

Gibt es ein Social Media Budget im Unternehmen, wie hoch ist das Budget?
Bei uns selbst nicht und auch bei fast allen unserer Kunden nicht. Und das ist gut so: Social Media sind nur ein Teil der Gesamtkommunikation und kann nur erfolgreich sein, wenn es auch so – integriert – verstanden wird. Je nach Ziel wird mehr in Social Media gemacht oder eben weniger; ein Allheilmittel ist es nicht. Sprich: wenn die Basis (Web 0.0, Produkte, Qualität und Service offline) nicht stimmt, brauche ich auch kein Facebook!

Wie viele Facebook Fans hat euere Fanpage aktuell?
510

Wieviele Twitter Follower habt Ihr aktuell?
346 (netzvitamine) / 1072 (benjaminbuhl)

Setzt Ihr bestimmte Software ein, wenn ja welche? Wie zufrieden seid Ihr damit?
– Hootsuite für das Steuern von Posts auf diversen Netzwerken
– Monitoringtools in den verschiedensten Ausprägungen und Umfängen je nach Aufgabenstellung (direkt beim Kunden)
– ORM (Online-Reputation-Management) Tool wie z.B. TrustYou im Tourismus für die semantische Clusterung diverser Bewertungsplattformen
– Projektmanagementsoftware wie z.B. Mindmanager von Mindjet
– für Blogs häufig WordPress
– als CMS alles, was am Markt Relevanz hat, je nach Aufgabenstellung
– diverse Plugins in Browsern (vor allem Google Chrome und Safari)
– etc.

Setzt Ihr bestimmte Hardware ein, wenn ja welche? Wie zufrieden seid Ihr damit?
Wir selbst grundsätzlich alles, was nen Apfel hat (MacBook, iPad, iPhone, Thunderbolt Display, Apple TV). Egal, was man bei manchen Geräten über Akkulaufzeit etc. schimpfen kann, es ist das Beste was es gibt. Schnell, einfach und zuverlässig – und damit vor allem effizient und wartungsfrei ;)

Was ist bisher die SM-Aktion, die für euch am meisten gebracht hat?
Die „StreetViewTorte“ mit Oberstaufen. Damit wurde Oberstaufen erster Deutscher Ort in Google Street View und gleichzeitig haben wir den PR Report Award 2010 dafür verliehen bekommen.

Habt Ihr aktuell eine Aktion geplant? Nähkästchenplaudereien bitte hier hin ;)
Immer ;) Da gibt es ganz viele Ideen und Grobkonzepte in der Pipeline. Grundsätzlich gilt jedoch: erst legen, dann gackern. Von daher warten wir noch mit den konkreten Aussagen… Im großen Ganzen sind es jedoch vielmehr Prozesse als einzelne Aktionen oder Kampagnen.

Was ist dein Antrieb? Was findest Du an Social Media toll?
Die Mechaniken und vor allem die Menschen dahinter. Das Netz wird so lebendig und teilweise fast unvorhersehbar, dass es extrem viel Spaß macht, auch wenn man mit einer Vermutung oder einem „Bauchgefühl“ mal daneben liegt. Die Geschwindigkeit der Entwicklung und der Datenströme lässt auch Fehler schnell verschwinden und man hat jederzeit die Möglichkeit es besser zu machen und zu lernen. Gemeinsam geht das am besten – Unternehmen lernen mit ihren Kunden und umgekehrt; Kunden lernen mit anderen Kunden und helfen Produkte zu verbessern. Die Chancen dieser Mehrdimensionalität sind gewaltig, sodass man das ganze Internet nur lieben kann!

Wo holst Du Dir deine Inspirationen? Teilst du die Links mit uns? ;)
Ganz viel in der Umsetzung und der täglichen Erfahrung. Dann natürlich die „üblichen Verdächtigen“ wie
http://techcrunch.com
http://mashable.com
http://t3n.de

aber auch branchenspezifisch wie
http://www.tnooz.com/
http://fvw.de/

Und dann alles, was über meine Google Alerts, Facebook, Twitter und G+-Kontakte täglich so „reinflattert“.

 

Von Florian Kohl

Florian Kohl ist Geschäftsführer beim Revista Verlag in Schweinfurt, Podcaster bei schweinfurtundso.de, Blogger bei floriankohl.de und Partner bei kunkel & kohl. Du erreichst Florian per Email unter fkohl@revista.de